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Herrenausstatter Hannover: NP porträtiert Rolf Eisenmenger zum 20-jährigen LO&GO-Jubiläum

Im Dezember 2016 widmete die Neue Presse dem Herrenausstatter Hannover LO&GO und seinem Gründer Rolf Eisenmenger ein ganzseitiges Porträt zum Jubiläum: 20 Jahre LO&GO.

Dezember 2016 · Aktualisiert September 2026 · Vom LO&GO-Team

Platzhalterbild zum Presseartikel: Herrenausstatter Hannover: NP porträtiert Rolf Eisenmenger zum 20-jährigen LO&GO-Jubiläum

Anlass war ein Jubiläum: Am 22. Dezember 2016 jährte sich die Eröffnung des Geschäfts zum zwanzigsten Mal — 20 Jahre LO&GO. Autorin Mirjana Cvjetkovic zeichnete den Weg eines Mannes nach, der eigentlich Fußball-Profi werden wollte und stattdessen eine der bekanntesten Adressen für Männermode in der Stadt aufbaute.

Vom Fußballplatz in den Handel

Geboren wurde Rolf Eisenmenger am 3. Mai 1954 in Frankfurt am Main. Als Teenager kickte er dort mit späteren Größen wie Wolfgang Kraus und Rainer Blechschmidt.

Bei einem Spiel in England zog er sich einen Meniskusriss zu; im Krankenhaus entdeckten die Ärzte zusätzlich einen Herzfehler. Die Fußballkarriere war beendet, bevor sie richtig begonnen hatte.

Eisenmenger entschied sich für eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann und kam über Kontakte ins Versicherungsgeschäft. Dort stieg er schnell auf: 1983 wurde er bester Außendienstmitarbeiter der amerikanischen Firma — weltweit. Seinen Kommentar dazu lieferte er der Neuen Presse gleich mit: „Es waren ja nur 48 000 andere dabei."

Scan des vollständigen Zeitungsartikels: Herrenausstatter Hannover: NP porträtiert Rolf Eisenmenger zum 20-jährigen LO&GO-Jub…
Originalartikel: Neue Presse vom 20.12.2016

Ein Pop-up-Store mit Baugerüsten als Regalen

Die Geschäftsidee für LO&GO entstand auf Sylt, dem Rückzugsort der Familie. Beim Italiener saß Eisenmenger mit Freunden aus dem Mode-Einzelhandel zusammen, die ihre Ware aus der Vorsaison nicht loswurden.

Er bot an, sie für ein paar Wochen in Hannover zu verkaufen. Die spontane Antwort der Runde: „Logo!" – wie er dem top magazin HANNOVER in der Winterausgabe 2016 erzählte.

Heraus kam ein Pop-up-Store mit Designerware in der Galerie Luise — geplant für drei Monate, bestückt mit Baugerüsten als Regalen. Outlets gab es zu der Zeit noch nicht; die Neue Presse bezeichnete das Konzept als bundesweiten Vorreiter. Es folgten Ableger in Hamburg, Bremen und Buxtehude.

Über die Anfänge sagte Eisenmenger rückblickend: „Es sollte nur ein kleiner Spaß werden, und aus Spaß wurde Ernst." Ob man das noch Arbeit nennen könne, fragte das top magazin. Die Antwort stellte das Magazin als großes Porträt-Zitat heraus: „Ich glaube nicht, dass wir wirklich arbeiten, sondern wir leben für das, was wir tagtäglich tun."

Als um das Jahr 2000 Outlets überall aus dem Boden schossen, stellte er das Modell um. Er eröffnete an der Rathenaustraße einen Fachhandel; seit 2008 befindet sich das Geschäft an der Windmühlenstraße. Seine Motivation brachte er in der Zeitung auf den Punkt: „Schon als Junge habe ich Zeitungen ausgetragen, damit ich die geilsten Hosen kaufen kann."

80 Prozent Umsatz mit Einzelanfertigungen

Zum Zeitpunkt des Porträts machte Eisenmenger 80 Prozent seines Umsatzes mit Einzelanfertigungen. Zu den Kunden zählten laut Neuer Presse die Spieler von Hannover 96 und der Indians. Dazu kamen mehrere Mister Germanys – darunter Oliver Sanne – sowie TV-Bachelors wie Leonard Freier.

Für das eigene Label „Rocoen", dessen Name sich aus Rolf und Coni zusammensetzt, entwarf er Mode für Männer und probierte jeden Entwurf selbst an. Die Idee zu Roconi entstand dem top magazin zufolge auf dem Rückflug von einer Mailänder Modemesse – aus Unzufriedenheit über das dort Gezeigte.

Inzwischen werde das Label auch im Ausland verkauft, unter anderem in der Bahnhofstrasse in Zürich. Das Magazin nannte Eisenmenger in diesem Zusammenhang den „Karl Lagerfeld Hannovers".

Privat lebt Eisenmenger mit seiner Frau Cornelia Warnecke in Gehrden. Das Paar feiert seinen Hochzeitstag am 22. Dezember — demselben Datum, an dem LO&GO Geburtstag hat.

Im Interview kündigte er an, den Betrieb eines Tages „in liebevolle Hände" zu übergeben. Gemeint sind Menschen, die ihn mit derselben Leidenschaft weiterführen.

Geburtstagsgabe: Spende für Business for Kids

Zum zwanzigsten Geburtstag gehörte auch eine Gabe. Eine Regionalzeitung berichtete über die Übergabe einer Spende von 2.212,20 Euro an den Verein Business for Kids. Der Betrag knüpfte bewusst an das Jubiläumsdatum an – 20 Jahre nach dem 22.12.1996.

Den Kontakt hatte Rolf Eisenmenger über die Eishockey-Partnerschaft des Hauses geknüpft. Bei einer Netzwerkveranstaltung der EC Hannover Indians lernte er Joachim Wehrmann kennen, den Vorstand des Vereins.

Business for Kids unterstützt hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche in Hannover und der Region. Das Motto: „helfen, fördern, verbinden" – mit Geld, Sachmitteln, Zeit und unternehmerischem Know-how.

Ein Foto zur Meldung zeigte die Scheckübergabe vor dem Geschäft: David Sulkovsky von den Indians, Rolf Eisenmenger und Joachim Wehrmann. Schon früher unterstützte das Haus die hannoversche Modeszene: Beim Modepreis Hannover 2016 stiftete LO&GO den Preis für das beste Männeroutfit.

Quellen:
  • Neue Presse vom 20.12.2016, Mirjana Cvjetkovic (Rubrik „Menschen", Seite 24). Online: Neue Presse vom 20.12.2016
  • top magazin HANNOVER, Ausgabe Winter 2016, Text: Selina Schicker, Fotos: Oliver Vosshage / Anton Podolsky (Printausgabe, liegt als Archiv-Scan vor).
  • Regionalzeitung, Dezember 2016, Meldung zur Spendenübergabe an Business for Kids (Masthead nicht im Ausschnitt erkennbar; Printausgabe, liegt als Archiv-Scan vor).

Weiterführend

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